15. Apr. 2016 | cultundcomm | 5 Kommentare

Mutig sein: Wie man Content Marketing einfach umsetzt

Die Angst vor dem ersten Schritt

Wer sich in den vergangenen Monaten einmal zum Thema Content Marketing umgetan hat, wird an großen Schlagworten und Phrasen nicht herumgekommen sein: „Content ist King“ oder „Strategisches Content Marketing“ sind nur einige. Weiter geht es mit aufwendigen Regelwerken zum Thema: Zehn goldene Regeln hier und fünf Insider-Tipps dort. Mal wird über die beste Content-Strategie philosophiert, mal gesagt, dass im 9-to-5-Job ohnehin kein Content Marketing möglich ist.

Und schon verliert ein kleiner Unternehmer oder digitaler Frischling den Mut, sich damit auseinanderzusetzen. Ausreden sind dann oft der notwendige Einsatz von professioneller, externer Hilfe, vermeintlich hohe Kosten oder fehlende Kreativität. Dabei funktioniert Content Marketing auch schon im Kleinen, mit wenig Geld und Aufwand.

 

Content Marketing für die Kleinen

Im Grunde heißt Content Marketing nichts anderes, als Geschichten zu erzählen und diese in unterschiedlich großen „Häppchen“ auf verschiedenen Kanälen zu verbreiten. Wir kommunizieren täglich so viel, warum nicht all die Gedanken und Themen, die uns beruflich bewegen mit anderen teilen? Das gilt für uns, als Kommunikationsexperten, aber auch für kleine Unternehmen, die nicht für viel Geld an große Agenturen outsourcen wollen. Bei Content Marketing geht es nicht um Produktwerbung, sondern darum die Leser über Storytelling emotional ans Unternehmen zu binden. Dabei zählt thematisch alles was für das Unternehmen und sein Umfeld relevant ist.

[Tweet “Emotionale Bindung durch Storytelling – das können auch kleine Unternehmen.”]

Welche Leser denn? Und wo lesen die meine Stories? Zum Beispiel auf den „Owned Media“, den unternehmenseigenen Kanälen: Ein Blog kann als Content-Plattform gut funktionieren. Texte, Bilder, Videos und Links können hier problemlos eingebunden werden. Hat man gerade selber keinen Content zur Hand, darf auch gerne auf fremde Inhalte verwiesen werden – mit eigenen Anmerkungen wohlgemerkt, schließlich will man sich positionieren. Über Facebook, Twitter und Co. können die Inhalte dann kostengünstig gestreut werden. Das ist Content Marketing!

 

Regeln sind zum brechen da

Regeln für Content Marketing gibt es im Netz zu Hauf. Unbedingte Qualität, Humor und strategische Genauigkeit sind nur einige. Aber Regeln dürfen gebrochen werden! Berührt ein Foto die Leser emotional, ist das fehlende Komma in der Bildunterschrift unwichtig. Ein witziger Text kann gerne auch fünf Zeilen länger sein aber nicht jeder Beitrag muss humorvoll sein, solange er Relevanz für die Leser hat. Und niemand muss das Rad neu erfinden und täglich kreativ sein. Vorhandenes Material kann, darf und sollte genutzt werden: Fotos aus Werbekampagne, umgeschriebene Pressemitteilungen, Bilder der letzten Messe, oder ein Thema dass einen aus beruflichen Gründen seit Wochen beschäftigt.

Also seid mutig! Traut euch an die Tastatur, bloggt und postet! Wagt ein Risiko! Unperfekter Content ist besser als gar kein Content. Bleibt der Erfolg überschaubar bis unsichtbar, versucht es einfach mit anderen Inhalten – davon gibt es schließlich genug.

 

 

Von Anke Triebe

 

5 Kommentare

  1. Janna L.

    Hallo Anke, ich finde, Dein Beitrag spricht einen wichtigen Aspekt an: Content ensteht schließlich nicht aus dem Nichts. Es sind die Inhalte, die ein Unternehmen tagtäglich beschäftigen. Wenn man sich für seinen Themenschwerpunkt interessiert und Leidenschaft mitbringt, dann ist die Grundlage für großartigen Content schon gelegt.

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  2. Lita Haagen

    Hallo Anke,

    Du hast Recht. mutig sein und Anfangen!
    Inhalte gibt es genug.
    Regeln dürfen gebrochen werden.

    Es gibt nur eine einzige Regel, die man wirklich niemals brechen sollte:

    Gib niemals Content raus, der Deiner übergeordneten Unternehmensstory widerspricht!
    Mein Lieblingsbeispiel: Wenn Du Bio Produkte verkaufst, verpacke sie nicht in Plastik!

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  3. Signe Decker

    Vielen Dank, Anke, kleinen Unternehmen die Angst zu nehmen, etwas “Falsches” zu posten. Auch fremder Content unter seinen Fans zu verbreiten steigert die Wahrnehmung des eigenen kleinen Unternehmens. Wie? Indem man fremde, Inhalte, die das eigene Unternehmen und deren Kunden anspricht, kommentiert. Hier kann man mit seiner Haltung zu aktuellen Themen ganz einfach Content generieren.

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  4. Pia Kollmer

    Hallo Anke, wie recht du hast! Ich finde auch, dass jedes noch so kleine Unternehmen diese Chance nutzen soll, um mit Contents im Gespräch zu bleiben. Es sind ja oft grade die “unperfekten” Dinge, die etwas perfekt machen. Und Kommunikation ist und bleibt der Schlüssel zum Erfolg. Wie in den meisten Belangen des Lebens sollte man auch hier öfter mutig sein!

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  5. Philippo Sanchez

    Einfach drauf los ist genau das richtige Stichwort auch wenn Anführungszeichen fehlen. Dafür bleibt manchmal keine Zeit. Vor allen Dingen, wenn man als kleineres Unternehmen seine Geschichte erzählen will. Und jedes Unternehmen hat eine Geschichte, und damit Content. Warum hat man dieses Unternehmen gegründet, was sind Unternehmensprinzipien, wie läuft ein bestimmter Prozess im Unternehmen ab? Alle diese Fragen können interessant sein. Und sie stärken das Bild eines authentischen Unternehmens. Ich als potentieller Kunde will wissen, ob es ein Unternehmen ernst meint, ob Liebe dahintersteckt. Ob ein Produkt, das ich kaufen soll, das Beste ist, was dieses Unternehmen unter allen Umständen erzeugt hat. Die Essenz. Ja, die Essenz trifft es. Sie kann in einem Wort stecken. Deshalb schick dieses Wort bitte an deine Follower und potentiellen Kunden. Ich würde das noch nichtmal als Storytelling bezeichnen. Es ist eher Storymaking und alle dürfen dabei sein.

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